FeedSchmidt (Georg Philipp)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schmidt (Georg Philipp), genannt Schmidt von Lübeck, deutscher Dichter, geb. 1. Jan. 1766 in Lübeck, besuchte das dortige Göymnasium und studierte 1786 —90 in Jena und Göttingen die Rechte und Kameralwissenschaften. Nach Jena zurückgekehrt, wurde er mit Herder, Wieland, Schiller und Goethe bekannt, was seine frühere Neigung zur Poesie von neuem rege machte. Von Jena ging er 1795 nach Kopenhagen, promovierte 1797 in Kiel und bereiste sodann den größten Teil Deutschlands. Im J. 1799 folgte er einem Rufe des Grafen Ludwig Reventlow auf Trollaburg in Fünen und verlebte hier drei Jahre. Sodann erhielt er das dän. Indigenat und wurde Sekretär bei dem Finanzminister Grafen von Schimmelmann in Kopenhagen. Seit 1806 war er Bankdirektor in Altona, kam 1813 als erster Administrator an die neue Reichsbank zu Kiel und ging 1818 wieder nach Altong. Im J. 1829 legte er sein Amt nieder und starb in Altona 28. Okt. 1849. Seine in Zeitschriften und Taschenbüchern zerstreuten Gedichte, in denen die Reflexion zu sehr vorwaltet, wurden von Schumacher unter dem Titel Liedero (Altona 1821; 3. Ausg. 1847) gesammelt. Bekannt ist namentlich sein „(Paul Gerhardto, und manche seiner Lieder sind in den Volksmund übergegangen. Auch gab er «Histor. Studiend (Altona 1827) heraus und schrieb «lüber Kaspar Hausero (2 Hefte, Altona 1831—32).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 429Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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