Dancourt (Florent Carton), franz. Lustspieldichter, geb. zu Fontainebleau 1. Nov. 1661, hatte den Jesuiten De La Rue, der ihn für seinen Orden zu bilden hoffte, zum Lehrer. Doch bestimmte er sich für das Studium der Rechtswissenschaften, das er aber nachher aus Liebe zu einer Schauspielerin mit der Bühne vertauschte. Als Dichter versuchte er sich zunächst im höhern Lustspiel, allein besser gelang ihm das Niedrigkomische. Sein Dialog ist ungezwungen und lebhaft, aber zu wenig präcis. Fast alle seine Stücke sind ländliche Gemälde, mit Ausnahme des «Chevalier à la mode (1687), der neben dem 4Galant jardiniero und den «Vendanges de Suresneso zu seinen besten Stücken Ansga Er starb 6. Dez. 1725. Die vollständigste usgabe seiner Werke erschien zu Paris 1760 (12 Bde.). Eine Auswahl seiner besten Stücke geben die «Oeuvres choisies de D. „ (5 Bde., Par. 1810) und die Chefs-d'uvres de D. „ (3 Bde., Par. 1822). Vgl. Ch. Barthelemy, &La comédie de D., étude historique et anecdotiguen (1882). Thérese Lenoir de la Thorilliere, die Gattin des vorigen, geb. 1663, gest. 21. Mai 1725, war sowohl ihrer Schönheit wie ihres schauspielerischen Talents wegen bekannt.