FeedSchneidemühl (poln. Pila)
ErdkundeBrockhaus 1882

Schneidemühl (poln. Pila), Stadt im Kreise Kolmar des preuß. Regierungsbezirks Bromberg, der Küddow, Knotenpunkt der Linien S.⸗Dir-Königsberg, S.⸗Thorn-Insterburg, S.⸗Posen, Kolberg und S.⸗Deutsch-Krone der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Land- und Amtsgerichts und einer Reichsbanknebenstelle, hat ein Gymnasium, eine höhere Töchterschule und eine Provinzialtaubstummenanstalt und zählt (1885) 12259 E., welche eine Eisengießerei, Dach⸗ , Knochenmehlfabriken, Dampfmahl⸗ und Dampfsägemühlen unterhalten. In der Nähe sind Glashütten (Gertraudenhütte und Neu-Friedrichsthal). Zu S. bildete sich auf Anregung Czerskis (.. d.), damaligen Vikars an der kath. Stadtkirche, 19. Okt. 1844 die erste freireligiöse Gemeinde.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 443Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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