Schneider (Joh. Gottlob), ausgezeichneter Philolog und Kenner der Naturwissenschaften, geb. 18. Jan. 1750 zu Kollmen bei Wurzen in Sachsen, daher er sich auf seinen Schriften stets Saxo nannte, erhielt in Schulpforta und auf der Universität zu Leipzig seine gelehrte Bildung, wurde 1776 Professor der alten Sprachen und der Beredsamkeit an der Universität zu Frankfurt a. O. und 1811 bei deren Verlegung nach Breslau mit dorthin versetzt, wo er 12. Jan. 1822 starb. Unter seinen Schriften sind hervorzuheben: die Bearbeitung von Älians De natura animaliumo (2 Bde., Lpz. 1784), von Nikanders «Alexipharmaca (Halle 1792), der „(Scriptores rei rusticaen (4 Bde., Lpz. 1794—97), der Werke des Xenophon (4 Bde., Lpz. 1801 fg.; neue Ausgabe von Bornemann und Sauppe, 6 Bde., 1825—40), des Vitruvius (4 Bde., Lpz. 1808), von des Aristoteles Politicao (2 Bde., Frankf. 1809), Historia de animalibuso (4 Bde., Lpz. 1812) und 4(Oeconomicav (Lpz. 1815), der Physica et meteorologicay des Epikurus (Lpz. 1813) und des Theophrastus (5 Bde., Lpz. 1818—21). Viel Verdienste erwarb er sich durch sein Großes kritisches griech.⸗ deutsches Wörterbucho (2 Bde., Züllich. 1797—98; 3. Aufl., 2 Bde., nebst Supplementen, Lpz. 1819 —21), woraus Passow (s. d.) später einen brauchbaren Auszug machte. Von seinen naturhistor. Untersuchungen verdienen Erwähnung die alchthyologiae veterum specimina (Frankf. 1782), die Litterarischen Beiträge zur Naturgeschichte aus den alten Schriftstellern u. s. w.» (1786), Amphibiorum physiologiap (2 Hefte, Frankf. 1790—97), die Historia amphybiorum naturalis et literariao (2 Hefte, Jena 1798 — 1801) und außerdem die „(Analecta ad historiam rei metallicae veterumv (Frankf. 1788). Vgl. Passow, Memoria Schneideris (Bresl. 1822).