Schneisen (Schneußen) bedeuten in der Rendi wirtschaft künstlich angelegte, holzleer zu erhaltende Streifen, mittels welcher der Forst dort, wo Wege und natürliche Trennungslinien (3. B. Gewässer, Felsenkämme) dazu nicht ausreichen, in Hiebszüge und Abteilungen zerlegt wird. Man unterscheidet Haupt- und Nebenschneisen. Erstere, auch Wirtschaftsstreifen genannt, verlaufen in der Rich—⸗ tung des Hiebes, meist von Ost nach West, und werden so weit angelegt, daß sich die sie begrenzenden Bestände an den freien Stand gewöhnen, sodaß sich Randbäumer entwickeln, welche nachteiligen klimatischen Einwirkungen (Wind, Sonne) widerstehen, wenn auch der neben- oder vorliegende Bestand abgetrieben wird. Die schmälern Nebenschneisen verlaufen parallel den Schlaglinien, mehr oder weniger rechtwinkelig auf die Wirtschaftsstreifen, sie teilen die einzelnen Hiebszüger in der Richtung des Hiebes in Abteilungen. Sämtliche S. bilden das „Schneisennetzo; dieses dient als Schutzmittel zur Waldpflege, zwingt zur Ordnung bei Ernte und Anbau, erleichtert die Orientierung für wirtschaftliche und geometr. Arbeiten. (S. Forsteinrichtung.)