FeedSchönemann (Joh. Friedr.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schönemann (Joh. Friedr.), Schauspieldirektor, geb. 21. Okt. 1704 in Crossen, gest. 16. März 1782 in Schwerin, betrat 1724 in Hannover die Bühne, kam 1730 zur Neuberschen Truppe, begründete 1739 eine eigene Gesellschaft, die 1740 ihre Vorstellungen in Lüneburg eröffnete und in der Folge in Leipzig, Hamburg, Breslau, Berlin, Hannover, Halle, Braunschweig und andern Städten Vorstellungen gab. S. wirkte 1750 — 56 als Hofkomödiendirektor in Schwerin, spielte dann noch kurze Zeit in Hamburg und zog sich 1757 vom Theater zurück. Er war selbst ein ausgezeichneter Darsteller in komischen Rollen. Größer noch sind die Verdienste, welche er sich um Herstellung eines geordneten und klassischen Repertoire, sowie um die äußere Ordnung des Bühnenwesens und der Schauspielergesellschaften erwarb. chonen (schwed. Skäne), die südlichste, mildeste, fruchtbarste und bevölkertste Landschaft Schwedens, umfaßt 11307 akm mit (1884) 581275 E. und verteilt sich auf die zwei Län Malmöhus im Südwesten (4795 akm mit 354042 E.) und Kristianstad im Nordosten (6512 qkm mit 227233 E.). Das Land bildet ein fast regelmäßiges Parallelogramm, dessen nördl. Seite an die Landschaften Blekinge, Smäland und Halland grenzt, während es im Osten und Süden von der Ostsee und im Westen vom Oresund und Kattegat bespült wird. S. ist eine Ebene, wird aber von Westen nach Osten von zwei Landrücken durchstrichen, von denen der südliche eine von sandigen Heiden unterbrochene Waldgegend ist. Der nördl. Rücken zerfällt durch den in der Mitte gelegenen Ringsee in zwei Teile, in den westlichen oder Söderäsen und in den östlichen oder Linderödsäsen. Durch diese beiden Landrücken wird S. in drei Gürtel geteilt. Der nördl. Gürtel ist, mit Ausnahme einiger Gegenden in der Mitte und im Osten, ein bewaldetes Hochland, dessen Boden im allgemeinen aus Fruchterde besteht und sich nach zwei Seiten senkt, gegen Westen nach dem Kattegat (bewässert von der Rönne-A, dem Abflusse des Ringsees) und gegen Osten nach der Ostsee. Dieser Teil umfaßt das untere Gebiet der Helge-A und das Becken des Ifösees. Der mittlere Gürtel, gegen Osten an Breite abnehmend, wird fast in seiner ganzen Richtung von der in das Oresund fallenden Keflinge⸗-A durchflossen. Der südliche oder Küstengürtel bildet mit dem mittlern eine wellenförmige fruchtbare Ebene. Das Mineralreich liefert hier Alaunschiefer (bei Andrarum) und Steinkohlen, welche letztern bei Höganäs, Walläkrra und Wram gewonnen werden. Die Hauptnahrungsquelle der Bevölkerung ist der Ackerbau, und Getreide und Branntwein bilden die Hauptausfuhrartikel. Ein großer Teil des Bodens ist in den Händen des reichen Adels, der seine Güter sehr verbessert hat. S. war lange ein Streitobjekt zwischen Schweden und Dänemark und ge-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XIV. hörte gewöhnlich zu letzterm, wurde aber 1658 in dem Roeskilder Frieden nebst Blekinge, Halland und Bohuslän an Schweden abgetreten. Noch jetzt unterscheiden sich die Bewohner durch ihre Mundart und ihre Sitte von den übrigen Schweden. Die Zahl der Städte beträgt 11, mit zusammen 107472 E., nämlich Malmö, Lund, Landskrona, Helsingborg, Ystad, Trelleborg, Skanör und Falsterbo in Malmöhuslän und Kristianstad, Engelholm und Simrishamn in Kristianstadslän. Bei Malmö beginnend, durchschneidet von Süden nach Norden die südl. Stammeisenbahn die Landschaft und verbindet dieselbe mit den übrigen Teilen des südl. Schweden. Außerdem hat S. noch eine große Anzahl Privatbahnen. chönen, techn. Operation, welche bezweckt, einem Gegenstande ein verbessertes Aussehen zu geben. Der Wein wird durch Zusatz von Hausenblase, span. Erde, geschönt, indem diese Stoffe eine Abscheidung trübender Teile bewirken. Gefärbte oder gebleichte Seide wird durch Seifenbäder geschönt oder aviviert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 465Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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