FeedSchröder (Karl)
HeilkundeBrockhaus 1882

Schröder (Karl), hervorragender Gynäkolog und Geburtshelfer, geb. 11. Sept. 1838 in Neustrelitz, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, studierte seit 1858 in Würzburg und Rostock Medizin und Gas Ostern 1864 mit Veit als dessen Assistent nach onn, woselbst er sich 1866 als Privatdocent habilitierte. Im Herbst 1868 wurde er als ord. Prosessor der Geburtshilfe und Direktor der Entbindungsanstalt nach Erlangen berufen und siedelte Ostern 1876 in gleicher Stellung nach Berlin über. S. ist ein überaus genialer und glücklicher Operateur, der die operative Technik mit zählreichen neuen Methoden bereichert hat; zu seinen hervorragenden Verdiensten zählt die Einbürgerung der Ovariotomie (s. d.) in Deutschland. Außer vielen Aufsätzen in Fachzeitschriften veröffentlichte er: «Kritische Untersuchungen über die Diagnose der Haematometra retrouterina (Bonn 1866), „Lehrbuch der Geburtshilfes (Bonn 1870; 8. Aufl. 1880, „Handbuch der Krankheiten des weiblichen Geschlechtso (Lpz. 1874; 6. Aufl. 1884).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 502Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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