Schrotmühle (frz. moulin à égruger, engl. mill for rough grinding), eine Maschine oder maschinelle Anlage zum groben Zerkleinern von Getreide und andern Körnerfrüchten. Man kann Schrot, jenes Mahlprodukt, welches Mehl und Gries, gemischt mit den zerrissenen Hülsen der Körner, enthält, auf einem gewöhnlichen Mahlgang (pgl. Mehlfabrikation) herstellen, indem man die Steine desselben weit auseinander stellt, sodaß kein vollständiges Zerreiben, sondern lediglich ein Zerreißen und Zerschneiden der Körner stattfindet. Der in dieser Weise funktionierende Mahlgang heißt Schrotgang. Die eigentlichen S. sind kleinere, für Göpel⸗ oder Handbetrieb eingerichtete Mahlgänge von verschiedener Konstruktion. Man unterscheidet 1). S. mit eisernen oder stählernen Scheiben statt der Mühlsteine, wobei die Hauschläge der letztern durch scharfe, feilenartig gehauene Riefen ersetzt sind 2) S. mit zwei parallel zueinander und horizontal nebeneinander gelagerten, an der Oberfläche entweder glatten oder scharf kannelierten Walzen, die sich in entgegengesetzter Richtung entweder mit gleicher oder mit verschiedener Geschwindigkeit drehen und über welchen sich der viereckige Trichter, Rumpf, zur Aufnahme des zu schrotenden Korns befindet; 3) S. mit Kegeln, meist aus Hartguß, die in entsprechenden, gleichfalls geriffelten Hohlkegeln arbeiten, wobei sich durch tieferes oder weniger tiefes Einstellen des Kegels die Feinheit des Schrots gut regulieren läßt; 4) S. mit einer Walze und festem Widerlager, wobei die erstere entweder mit ihrer Cylinderfläche egen ein Cylindersegment oder mit ihrer ebenen Flache gegen eine schiefstehende Platte arbeitet.