Casaubon (Isaak de), auch Casaubonus genannt, ausgezeichneter Philolog, geb. 18. Febr. 1559 zu Genf, wo er von 1578 an studierte und 1582 die Professur der griech. Sprache erhielt. Seit 1596 lehrte er zu Montpellier, seit 1598 . Paris und folgte nach dem Tode Heinrichs IV. einer Einladung Jakobs I. nach England, wo er zu London 1. Juli 1614 starb. Er schrieb De satirica Graccorum poësi et Romanorum satirao (Par. 1605; mit Zusätzen von Rambach, Halle 1774), De libertate ecclesiasticao (Genf 1607) und Exercitationes Baronianaen (Lond. 1614). Ein bleibendes Andenken sichern ihm auch die in kritischer und exegetischer Tasetn ausgezeichneten Ausgaben des Diogenes Laêrtius Mistoteles, Theophrast, Sueton, Persius, Polybius, Theokrit, Strabo, Dionysius von Halikarnaß und Athenäus. Seine Briefe gab Almeloveen (Rotterd. 1709) nißt, sind unter K aufzusuchen. 5 Vgl. Wolf, Casaubonianav (Hamb. 1710); ussel, KEphemerides Js. Casauboni o (2 Bde., Orf. 1850); Jacobi, Aus dem Leben des Isaak C.v (Verl. 1854); Vial, Isaak C.v (Hersf. 1866) Pattison, «Casaubono (Lond. 1875). — Sein Sohn, Mericus C., geb. 14. Aug. 1599, folgte dem Vater nach England, bekleidete zuerst das Rektorat zu Ickham bei Canterbury, dann mehrere geistliche Amter und starb als Professor der Theologie 5 Orford 14. Juli 1671. Derselbe hat sich ebenfalls durch die Herausgabe mehrerer alter Autoren, wie die des Marcus Aurelius Antoninus, Terenz, Epictet, Cebes, Florus, namentlich aber durch seine Schrift De enthusiasmo (Lond. 1655; Greifsw. 1708) bekannt gemacht.