Schulenburg, »Leben und Denkwürdigkeiten des Johann Matthias von der S.» (2 Bde., Lpz. 1834). Adolf Friedrich, Graf von der S., geb. zu Wolfenbüttel 1685, stand 1705—13 in hannov. Diensten und focht als Major in den Schlachten von Oudenaarde und Malplaquet. Dann trat er in preuß. Dienste, wo er dem pommerschen Feldzuge und dem am Rheine von 1734 beiwohnte. Unter Friedrich II. focht er als Generallieutenant der Kavallerie 1741 bei Mollwitz; eine Wunde, die er hier empfing, brachte ihm den Tod. — Levin Rudolf von der S., preuß. Generallieutenant und Staatskriegsminister, geb. 1727, befand sich während des Siebenjährigen Kriegs stets in dem Gefolge Friedrichs II. und starb 1788. — Karl Friedrich Gebhard, Graf von der S., aus dem Hause Wolfsburg, früher im preuß. Staatsdienste, trat dann in die Dienste des Königs von Westfalen, wo er sich hohe Achtung erwarb. Als der Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig bei Quatre-Bras 1815 fiel, stellte der Prinz-Regent von England, als Vormund des unmündigen Nachfolgers, den Grafen an die Spitze der Landesverwaltung in Braunschweig. Er starb 25. Dez. 1818. — Friedrich Albrecht, Graf von der S., aus dem Hause Klosterroda, der Verfasser der oben erwähnten Biographie seines Ahnherrn, geb. 18. Juni 1772 zu Dresden, studierte zu Leipzig und Wittenberg, widmete sich dann der diplomatischen Laufbahn und war 1794—97 bei den Gesandtschaften zu Wien, Regensburg und bei dem Friedenskongreß zu Rastatt. Er wurde 1799 Gesandter am dänischen, 1801 am russ. Hofe, war dann bis 1810 ohne diplomatische Stelle und hierauf bis 1812 Gesandter am wiener Hofe. Dem Wiener Kongreß wohnte er als Vertreter des Königs von Sachsen bei. Nach der Rückkehr des Königs zum Wirkl. Geheimrat ernannt, erhielt er wieder den Gesandtschaftsposten in Wien, von welchem er 1830 abberufen wurde. Mit dem Titel eines Konferenzministers in den Ruhestand versetzt, lebte er seitdem in Klosterroda, wo er 12. Sept. 1853 starb. — Das gegenwärtige Haupt der Schwarzen Linie (Haus Lieberosa), Graf Dietrich von der S. (geb. 15. Aug. 1849), ist erbliches Mitglied des preuß. Herrenhauses. Aus der Weißen Linie sind Graf Werner von der S.⸗Nimptsch auf Beetzendorf (geb. 1. April 1829), Graf Günther von der S. auf Wolfsburg (geb. 18. Dez. 1819) und Graf Edo von der S. auf Angern (geb. 27. April 1816) lebenslängliche Mitglieder dieser Körperschaft. Vgl. Danneil, «Das Geschlecht der von der S.» (2 Bde., Salzwedel 1847).