Schulz (Moritz), Bildhauer, geb. 4. Nov. 1825 zu Leohschütz, lernte an der Gewerbeschule in Posen Modellieren und Zeichnen, begab sich dann an die Akademie in Berlin, worauf ihn Drake in sein Atelier aufnahm. Hier war er an den Marmorarbeiten für das Monument Friedrich Wilhelms III. beschäftigt, gewann 1854 den großen Preis und dadurch die Möglichkeit, eine Studienreise nach Italien zu unternehmen. Er blieb bis 1870 in Rom. Während seines röm. Aufenthalts entstanden eine Anzahl Figuren und Gruppen von Marmor, so der Raub des Ganymed, die Nacht als Charitas, Bacchus als Kind mit dem Panther, der Genius Preußens mit dem Adler (für das königl. Schloß in Berlin), Charitas (für die Nationalgalerie), Statuette des Papstes Pius IX. Seit der Rückkehr nach Berlin vollendete S. eine Kolossalgruppe am Eingang der Nationalgalerie, darstellend den ersten Kunstunterricht, einen Fries daselbst, die Künstler seit Karl d. Gr. bis Friedrich Wilhelm IV., eine Statue Friedrichs d. Gr. für Thorn, den Gedenkschild auf den siegreichen Zug über den Rhein gegen Frankreich mit den Porträts der hervorragendsten Anführer des deutschen Heeres.