Schulz (Joh. Abraham Peter), musikalischer Theoretiker und Komponist, geb. zu Lüneburg 30. März 1747, erhielt Unterricht im Klavier⸗ und Orgelspiel von dem dortigen Organisten Schmügel, worauf er 1765 nach Berlin ging und Kirnbergers Schüler wurde. Später half er Kirnberger an dessen «Kunst des reinen Satzes » und schrieb die Abhandlung «Die wahren Grundsätze zum Gebrauch der Harmonie v. Er wurde 1776 Musikdirektor am Französischen Theater in Berlin, das aber schon zwei Jahre später aufgelöst wurde, und ging 1780 als Kapellmeister des Prinzen Heinrich von Preußen nach Rheinsberg. In dieser Stellung komponierte er Operetten, die Chöre zu Racines Athaliav, viele Lieder und Gesänge, Instrumentalsachen u. s. w. S. folgte 1787 einem Rufe als königl. Kapellmeister nach Kopenhagen, in welchem Amte er acht Jahre wirkte. Während dieser Zeit komponierte er verschiedene Oratorien (z. B. (Johannes und Mariav, «Christi Todo), Opern und Singspiele (z. B. «Das Erntefesto, «Aline, Königin von Golconda )) u. s. w. Anfang 1795 nahm er wegen Kränklichkeit seine Entlassung, kehrte nach Preußen zurück und starb in Schwedt 10. Juni 1800. Sein Ruf und seine Bedeutung beruhen in seinen 4Liedern im Volkstono, die er mit feinem Sinne gestaltet hat und deren viele im Munde des Volks fortleben; so z. B. «Blühe, liebes Veilchenv, Seht den Himmel wie heiter», Gesund und frohen Mutesv, „Warum sind der Thränenv, Am Rhein, am Rheino, „Des Jahres letzte Stundey u. s. w.