Scott (Winfield), amerik. General, geb. 13. Juni 1786 bei Petersburg in Virginien, war erst Sachwalter, wurde aber 1808 Artilleriekapitän. Nach dem Ausbruche des Kriegs mit England 1812 wurde er als Oberstlieutenant nach der canad. Grenze beordert, geriet aber in der Schlacht von Queenstown in Gefangenschaft. Nach einigen Monaten ausgewechselt, eroberte er 27. Mai 1813 Fort George, schlug die Angriffe des Feindes auf diesen Platz ab und ward im Alter von 28 Jahren Brigadegeneral. Am 5. Juli 1814 schlug er den brit. General Riall bei Chippewa und focht dann mit großer Tapferkeit in der Schlacht von Niagara, wo er schwer verwundet wurde. Später kämpfte er mehrfach glücklich gegen Indianerstämme und wurde 1841 Sberbefehlshaber der amerik. Armee. m mexik. Kriege erschien er März 1847 vor eracruz, das sich ihm nach einer kurzen Belagerung ergab. Hierauf rückte er gegen Jalapa vor, brachte 18. April dem General Santa-Anna bei Cerro-Gordo eine Niederlage bei, schlug denselben 19. und 20. Aug. abermals bei Contreras und Churubusco und erstürmte 14. Sept. die Hauptstadt Mexiko. Diese Siege führten zum Frieden von Guadalupe-Hidalgo, den er 2. Febr. 1848 abschloß und der dem Gebiet der Vereinigten Staaten einen Länderzuwachs von 1650000 Alm brachte. Seine Bewerbungen um die Präsidentenwürde blieben ohne Erfolg. Im J. 1853 wurde S. zum Generallieutenant ernannt. Beim Ausbruche des Bürgerkriegs stand S. fest zur Sache des Bundes, war aber zu alt, um noch ins Feld zu rücken, und nahm gesolgt nachdem MeClellan ihm im Oberbefehle gefolgt war, 1. Nov. 1861 den Abschied. Er starb zu Westpoint 29. Mai 1866. Er selbst gab seine Memoirs„ (2 Bde., Neuyork 1864) heraus. S.s Biographien schrieben Mansfield (1846), Headley (1852) und Victor (1861). Vgl. noch Semmes, «Campaignsof General S. in the valley of Mexico o (Boston 1852).