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ReligionBrockhaus 1882

Sebastian, 29%• und Märtyrer der kath. Kirche, geb. zu Narbonne in Gallien, war der Legende nach unter Diocletian Hauptmann in der Prätorianergarde. S. erhielt vom Hofe die Aufforderung, seinen christl. Glauben zu verlassen, und als er standhaft blieb, ward er den mauritanischen Bogenschützen übergeben die 9 an einen Baum banden und mit angeblich 1000 Pfeilschüssen durchbohrten. Eine Christin, Irene, die den Körper des Nachts aufsuchte, um ihn zu bestatten, fand, daß S. noch lebe, und rettete — Bald ward jedoch S. wieder ergriffen, 287 oder 288 zu Tode gestäupt und sein Körper in eine Kloake gestürzt. Eine fromme Christin, Lucina, zog ihn hervor und berub ihn zu den Füßen der Apostel Petrus und Paulus. Paypst Damasus errichtete dem Heiligen eine Kirche. Seine Reliquien wurden in alle Länder verteilt, als Gte die Pest wirksam, und der 20. Jan. ihm als Gedächtnistag geweiht. Auch gilt S. als Schutzpatron der n Rortugal 1554

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 630Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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