Seckau, Marktflecken in der Bezirkshauptmannschaft Judenburg in Steiermark, liegt am Fuße der Seckaueralpen in hügeliger Umgebung und zählt (1880) 382 deutsche C., die sich meist mit Landbau befassen. Das 1782 aufgehobene Chorherrenstift in S. war eine der ältesten Klosterstiftungen in der Steiermark und bis 1786 Sitz eines Bischofs von S., welcher jetzt in Graz residiert. Die ehemalige Kathedralkirche in got. Stile hat ein vom Erzherzog Karl II. (dem Vater Kaiser Ferdinands II.) erbautes Mausoleum und bis in die älteste Zeit des Chorherrenstiftes reichende Grabsteine. [graben.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 633Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei