Seckendorff (Christian Adolf, Freiherr von), Kameralist und dramatischer Dichter, geb. 4. Okt. 1767 zu Meuselwitz, stand 1786—94 in mecklenb. und kursächs. Militärdiensten und zog sich dann auf sein Rittergut Zingst an der Unstrut zurück. Hier entfaltete er bald auf kameralistischem und belletristischem Gebiet eine lebhafte schriftstellerische Thätigkeit. Unter anderm veröffentlichte er « Forstrügen v (10 Bde., Lpz. 1799—1804), „Briefe an einen Prinzen von seinem Begleiter auf Reisen» (pz. 1805), (Gedichter (Lpz. 1808), Dramatische Arbeiteno (3 Bde., Lpz. 1822—24) und «Almanach dramatischer Spieley (Lpz. 1825). Auch ließ er seine „Sämtlichen Schrifteno (7 Bde., Lpz. 1816—23) erscheinen. Mit seinem Gutsnachbar in Fehde geraten, entzog er sich einem ihm drohenden Festungsarrest, indem er 1828 nach Straßburg und von da nach Luzern ging, wo er 29. Aug. 1833 starb. — Sein Sohn Wilhelm Adolf von S., geb. 1801, der erste preuß. Kommandant der Burg Hohenzollern, starb als Generalmajor im Ruhestande zu Halle 19. Okt. 1866, nachdem er im Kriege von 1866 als stellvertretender Kommandeur der 14. Infanteriebrigade freiwillig wieder in Dienst getreten.