Seeschlangen (Hydrophidae) heißen giftige, in den ind. Meeren vorkommende Schlangen, die sich von allen übrigen Schlangen durch einen seitlich zusammengedrückten Ruderschwanz unterscheiden. Die Giftzähne sind kurz, gefurcht und von mehrern Zähnen ohne Giftfurche im Oberkiefer gefolgt. Es gibt mehrere Gattungen und Arten, von welchen eine (Hydrophis) über 2 mlang wird. Ihr Biß ist auch für Menschen oft tödlich. Am Lande sterben sie bald. Außer diesen geht aber eine vielfach von Augenzeugen eidlich verbürgte Sage über ein fürchterliches Schlangenungetüm vom Umfange einer Tonne, über 100 m Länge, Augen wie Teller und einer am Kopf anfangenden mähnenartigen Flosse, das an den Küsten Norwegens und im Ocean, besonders häufig aber im Moldefjord gesehen worden sein soll. Da noch nie ein Tier dieser Art gefangen oder getötet oder auch nur Teile eines solchen gefunden wurden, so sind die Zeugenaussagen entweder auf hintereinander schwimmende Delphine oder auf große Fische zu beziehen, namentlich den sog. Heringskönig, welcher aber nur eine Länge von 2 merreicht.