Semang nennen die Malaien die im Innern, namentlich in den Gebirgsgegenden der Halbinsel Malakka herumschweifenden Stämme, welche, wie ihre Leibesbeschaffenheit lehrt, mit den Negritos oder Aätas der Philippinen, den Kalangs auf Java und andern mit den Papuas verwandten Aboriginer-Stämmen der Sunda-Inseln zusammenhängen. Sie zeichnen sich durch eine dunkelbraune, beinahe schwarze Hautfarbe aus, haben wollartiges oder zottiges Haar, platte Nase, dicke Lippen und nach hinten abfallende Stirn. Ihre Wohnungen bestehen in Hütten aus Baumästen, ihre mangelhafte Kleidung aus Stoffen, welche sie aus den Fasern des Brotbaums selbst verfertigen. Ihre Sprache ist noch ganz unbekannt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 686Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei