Sephardim (hebr.) nennen sich die Nachkommen der aus Spanien 1492 vertriebenen Juden, die in manchen Städten Europas (Amsterdam, Hamburg, London, Wien) und besonders des Orients sich zu besondern Gemeinden zusammenschließen und einen eigenen synagogalen Ritus (den sephardischen) haben. Da die Mehrzahl der damals aus Spanien Vertriebenen ihren Weg über Portugal nahmen, so spricht man in gleicher Bedeutung mit S. von portug. Juden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 705Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei