Bananenstroh (die Blätter von Musa paradisiaca), einer der vielen Stoffe, die man für die Papierfabrikation nutzbar zu machen gesucht hat. Banät oder Bänsäg bezeichnet im Ungarischen im allgemeinen eine Grenzprovinz oder jede Gegend, füber die ein Ban (s. d.) herrscht, in ähnlicher Weise wie in Deutschland das Wort Mark. Die verschiedenen B. aber gingen in den langen Türkenkriegen ein, und nur das Königreich Kroatien behielt seinen Ban, ohne nach ihm genannt zu werden. Umgekehrt erhielt das Temeser B. diese Benennung nach dem Passarowitzer Frieden, ohne jemals einen Ban gehabt zu haben. Dieses sog. B. umfaßt die Komitate Torontal, Temes und Krassö. Infolge einer reldet Bestimmung vom 18. Nov. 1849 wurde dasselbe thatsächlich von Ungarn getrennt und ein neues österr. Kronland unter dem Titel: die Serbische Wojwodina und das Temeser B., geschaffen, zu welchem außer den drei genannten Komitaten noch das baäcser Komitat (die Wojwodina) genommen wurde. Dieses Kronland bestand sodann aus den fünf Kreisen: Temesvär, Lugos, Großbecskerek, Zombor und Neusatz. An der Spitze desselben stand die serbisch-banatische Statthalterei in Temesvar, die dem Ministerium in Wien unmittelbar untergeben war. Infolge des Oktoberdiploms von 1860 wurde dieses Kronland t. Das alt und das B. wieder mit Ungarn vereinigt. Das alte Temeser B. enthält mit der Banalgrenze (s. d.) 28040 ——t ist im O. und SO. gebirgig, im N., W. und SW. flach und morastig aber durchgehends stark bewässert und sehr tbar. Es wird von der Theiß im W., von der Donau im S., von der Maros im N. und von dem Gebirgszuge, der Ungarn von der Walachei und Siebenbürgen trennt, im O. begrenzt. Seines milden Klimas wegen schon bei den Römern beliebt, die hier einige Städte anlegten, schmachtete es später lange unter türk. 9 17 und wurde ganz entvölkert, bis es Österreich 1716 zurückeroberte. Anfangs stand das B. allein unter Militärverwaltung. Maria Theresia führte im V. 17⁵¹⁵die Civilverwaltung ein und berief zur Kolonisierung der königl. Kameralgüter deutsche Einwanderer aus den Rhein⸗ und Moselgegenden und Schwaben herbei (1763—-65, 1768—71), welche das Land in Blüte brachten. Die übrige Bevölkerung ergänzte sich aus Magyaren, Rumänen (Walachen), Serben (Raizen), Bulgaren, Zigeunern und Juden. Das B. ist einer der reichsten Teile Ungarns. Weizen wächst überall in Fülle, kurur, Nuß Tabak, Hirs⸗ e, Gerste, Hafer, Raps, Kukuruz, Nüsse, Kernobst. Der Weinbau ist weniger ergiebig, liefert aber ein gutes Produkt; an Federwild findet sich Überfluß; die Flüsse Aussehr fischreich. Die Bergwerke geben einige Ausbeute an Gold, Silber, Zink, mehr an Csen und Kupfer; doch der größte Schatz des B. besteht in Steinkohlen (namentlich in Steyerdorf). Unter den Mineralquellen nehmen die berühmten Bäder von Mehadia (s. d.) den ersten Rang ein. Die Gesamtbevölkerung des B. belief sich 1880 auf 1235181 Seelen, der Religion nach Katholiken (römische und riechische), Griechisch-Orientalische, Lutheraner, Reormterde und Israeliten. In dem letzten Dezennium hat der Wohlstand des B. durch Mißwachs und überschwemmungen viel gelitten; desgleichen haben Epidemien (Cholera, Diphtheritis u. a.) und Auswanderungen die Bevölkerung erheblich herabgemindert. Die Hauptstadt des B. ist Temesvär (J. d.). Merkwürdige Punkte sind die Veterani-Höhle und das Eiserne Thor (s. d.). Vgl. Griselini, Versuch einer natürlichen und polit. Gesch te des Temeser B.v (Wien 1785); Böhm, Geschichte des Temeser B.v (2 Tle., Lpz. 1861); Schwicker, (Geschichte des Temeser B. (2. Aufl., Pest 1872).