Sibbern (Frederik Christian), dän. Philosoph, geb. zu Kopenhagen 18. Juli 1785, studierte zu Kopenhagen die Rechte und Philosophie, unternahm dann eine Reise durch Deutschland, auf der er viel mit Steffens verkehrte, und erhielt 1813 den philos. Lehrstuhl in Kopenhagen. Im J. 1866 in ahilol. & versetzt, starb er 16. Dez. 1872. Als philos. Schriftsteller trat S. zuerst mit einer „Psychologies (2 Bde., 1819—28) hervor, deren zweiter Teil auch unter dem Titel «Psych. Pathologier besonders erschien. Eine neue Bearbeitung erschien unter dem Titel «Psychologie, eingeleitet durch Biologiep (1849). Ferner schrieb er «über die Liebes (1819; neue Aufl. 1859), «über Erkenntnis und Beurteilungo (1822) und «über Begriff, Natur und Wesen der Philosophies (1843). Die Hinterlassenen Briefe des Gabrieliso (1826) enthalten die Darstellung eines jugendlichen, in unerwiderter Liebe befangenen Gemüts, das durch Religiosität sich zu ermannen strebt. Hieran schlossen sich die LLogik als Denklehre vom Standpunkte des intelligenten Wahrnehmens in analytisch-genetischer Darstellungo (2. Aufl., 1835), die Schrift «über Poesie und Kunsty (Tl. 1, 1834; Tl. 2, 1853), die Untersuchungen De praçexistentia, genesi et immortalitate animae humanaer (1823). Zu seinen spätern Schriften gehören: die Spekulative Kosmogonie nebst Grundlage einer spekulativen Theologies (1846), «cüber das Verhältnis zwischen Körper und Seele u. s. w.» (1849), Aus den Briefen des Gabrielis nach und aus der Heimaty (1853). In seiner letzten Schrift Mitteilungen aus dem Inhalte einer Schrift vom Jahre 21355 (III, 1858—72) entwickelte er seine religiösen und sozialen Ideen.