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ErdkundeBrockhaus 1882

Simmern, Kreisstadt im rheinpreuß. Regierungsbezirk Koblenz, auf der südl. Abdachung des Hundsrück, 332 m über dem Meere, an der in die Nahe fließenden Simmer oder Simmerbach gelegen, ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat eine Pfarrkirche mit ausgezeichneten Denkmälern des pfalzgräfl. Hauses Simmern und zählt (1885) 2058 E., die Ackerbau und Lohgerberei betreiben. Der Ort ist die alte Hauptstadt des ehemaligen Fürstentums Simmern, das, 1410 von einer pfälzisch-zweibrückischen Linie gegründet, später mit der Kurpfalz vereinigt wurde (s. Pfalz), 1801 an Frankreich und 1815 an Preußen fiel und auf die Kreise S. und Kreuznach verteilt wurde. Am 3. Jan. 1814 wurden bei S. die Franzosen von den Preußen in einem Gefecht zurückgetrieben. — Der Kreis Simmern, aus Teilen des Fürstentums S. und der Hintergrafschaft Sponheim zusammengesetzt, zählt (1885) auf 571 àkm 35 603 meist prot. E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 831Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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