Snehaetten, der höchste Punkt des Dovrefjeld, 2320 m hoch, galt bis zur genauern Kenntnis des Jotunfjeld als der höchste Punkt Norwegens. Suell (Ludw.), ein Hauptvertreter des Liberalismus in der Schweiz, geb. 6. April 1785 zu Idstein im Herzogtum Nassau, studierte zu Gießen und fungierte w1809— 17 als Lehrer am Gymnasium seiner Vaterstadt. Hierauf ward er Direktor des Gymnasiums in Wetzlar, jedoch nach den Karlsbader Beschlüssen, seiner freien Ansichten wegen, ohne Urteil und Gehalt entlassen. Im J. 1824 ging er nach London und hielt seit 1827 zu Basel Vorlesungen. Nach der Julirevolution von 1830 wirkte er eifrig für die polit. Reform der Schweiz, übernahm 1831 die Leitung des Republikanerd und ward, nachdem er das Bürgerrecht im Kanton Zürich erhalten, in den Großen Rat gewählt. Nach Gründung der Hochschule zu Zürich erhielt er an dieser eine Professur, folgte indes später einem Ruf an die Universität Bern, wo er Staatsrecht und Völkerrecht vortrug. Doch geriet er hier mit der herrschenden Partei in Streit und mußte 1836 den Kanton verlassen. Er zog sich nach Zürich, später nach Küßnacht zurück, wo er 5. Juli 1854 starb. Außer zahlreichen kleinern Schriften, die zum Teil gegen den Ultramontanismus in der Schweiz gerichtet sind, verfaßte S. den letzten Band des von seinem Vater und seinem Oheim herausgegebenen Handbuch der Kantschen Philosophiev (2 Bde., Zür. 1837) und das «Handbuch des schweiz. Staatsrechts v(2 Bde., Zür. 1844). Sein Vater, Christian Wilhelm S., geb. zu Dachsenhausen 11. April 1755, erst Direktor des Gymnasiums zu Idstein, seit 1816 des zu Weilburg, gest. 31. Juli 1834, machte sich als moralphilos. Schriftsteller im Sinne Kants bekannt. Dessen Bruder, Friedrich Wilhelm Daniel S., geb. 26. Okt. 1761 zu Dachsenhausen, wurde 1790 Professor der Philosophie, 1805 Profess or der Geschichte an der Universität zu Gießen und starb daselbst 28. Olt. 1827. Er veröffentlichte ebenfalls populäre Darstellungen der Kantschen Philosophie, sowie mehrere vorzügliche Lehrbücher. Wilhelm S., der Bruder von Ludwig S., geb. 8. April 1789 zu Idstein, studierte zu Gießen und ward Untersuchungsrichter beim Kriminalgericht in Dillenburg. Wegen einer Schrift über die nassauischen Domänenfysteme ward er seiner Stelle entsetzt, erhielt zwar 1819 eine Professur in Dorpat, mußte aber auch Rußland wieder verlassen. S. ging nun nach der Schweiz, erhielt hier eine Professur in Basel, wurde 1833 Professor an der Hochschule zu Zürich und 1834 an der zu Bern. Wie sein älterer Bruder, zog auch er sich den Haß der in Bern herrschenden Partei zu und mußte infolge einer ungerechten Hochverratsanklage den Kanton verlassen. Er ging nach Basel-Land und wurde hier in den Landrat gewählt. Nach der Reform der berner Verfassung kam er nach Bern zurück. S. war für die Schweiz der Gründer einer neuen Rechtsschule, deren Anhänger zum großen Teil in Bern entscheidenden Einfluß auf die öffentlichen Angelegenheiten gewannen. Er starb zu Bern 8. Mai 1851. Karl S., derselben Familie angehörend, geb. 19. Jan. 1806 zu Dachsenhausen im Nassauischen, wurde 1829 Lehrer am Blochmannschen Institut zu Dresden und 1834 Lehrer der Mathematik an der Kreuzschuledaselbst. Seit 1844 wirkt er als Professor der Mathematik und Physik zu Jena. Seine Hauptwerke sind die Einleitung in die Differential⸗ und Integralrechnunge (2 Bde., Lpz. 1846—51)‚ sowie sein geschätztes Lehrbuch der Geometrie für Schulen und zum Selbstunterricht » (2. Aufl., 3 Bde., Lpz. 1856—58; 3. Aufl., Bd. 1, Lpz. 1869). Außerdem sind zu nennen: «über Zweck und Einrichtung des Realgymnasiumsv (Dresd. 1834), Newton und die mechan. Naturwissenschafty (2. Aufl., Dresd. 1858), (Die Streitfrage des Materialismuso (Jena 1858), „(Die Schöpfung des Menscheno (Lpz. 1863) und (Nikolaus Kopernikuso (Jena 1873).