Sold ist der feststehende Geldbetrag, den der Soldat, abgesehen von verschieden benannten Zulagen, bezieht. Er kommt selbst bei den aus Staatsbürgern bestehenden Heeren schon im Altertum vor, in Athen seit Perikles, in Rom seit Camillus. Daneben gab es frühzeitig eigentliche Söldner, d. h. Mannschaften, die des Lohnes wegen fremden Kriegsdienst leisteten. Das Wort kommt von dem lat. soldus. solidus, einer Goldmünze, die dem röm. Krieger zur Zeit des Kaisers Severus viermonatlich gezahlt wurde. Nach dieser Münze nannte man den Krieger solidarius, wovon die deutschen Worte Söldner und Soldat abgeleitet sind. Während der Herrschaft des Heerbanns und des Lehnsaufgebotes traten die Söldner zurück, bildeten später aber wieder die Hauptmasse der Heere bis in das 17. Jahrh. hinein. Das Ausbleiben der Zahlung des S. veranlaßte oftmals blutige Meutereien. Erst nach Bildung nationaler Armeen wurde der S. fest geregelt.