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ErdkundeBrockhaus 1882

Spaa, Stadt im Bezirk Verviers der belg. Provinz Lüttich mit 6745 E., 18 Km von Verviers, 34 km von Lüttich entfernt, an der Linie Pepinster-Gouvy der Belgischen Staatsbahnen, 320 m über dem Meere in einem romantischen Thale gelegen, ist durch seine Mineralquellen, deren Entdeckung und erste Benutzung wahrscheinlich in das 14. Jahrh. fällt, ein weltberühmter Ort geworden. Die vor-Hün Quellen sind der Pouhon, die Geronere, die Sauvenieère, der Groesbeeck, Le Barisart und die beiden Tonnelets, welche mit Ausnahme der ersten alle mehr oder weniger von der Stadt entfernt liegen. Sie besitzen sämtlich eine Temperatur von 7—8⁷ R., gehören zu der Klasse der alkalisch-eisenhaltigen Säuerlinge und werden des-Ras bei Hypochondrie, Hysterie, Verschleimung, agenschwäche, chronischem Erbrechen, Bleichsucht, Schleimflüssen der Lungen und des Darmkanals und dauernden Schwächezuständen des Nervensystems, wenn Aufgeregtheit des Blutes, Neigung zu Krämpfen u. dgl. den Gebrauch nicht verbieten, mit Vorteil angewendet. Unter dem Namen Spaawasser wird das Wasser des Pouhon nach allen Teilen der Welt versendet und teils als Heilmittel, teils mit Wein und Zucker vermischt als wohlschmeckendes Getränk genossen. Berühmt sind auch die zu S. verfertigten niedlichen lackierten und gemalten Holzwaren. Vgl. Scheuer, Htudes médicales sur les eaux de S.v (Brüss. 1877).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 954Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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