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ErdkundeBrockhaus 1882

Salins, Stadt im franz. Depart. des Jura, Arrondissement Poligny, in 315 m Höhe an der Furieuse, Station Mouchard-S. der Paris-Lyon-Mittelmeerbahn, umgeben von reichen Weinbergen, zwischen dem 586 mehohen St.⸗André im Westen und dem 648 mehohen Belin im O., die beide mit einem Fort gekrönt sind, und dem 853 m hohen Poupet im N. gelegen, hat ein Handelsgericht, ein Collége, eine Bibliothek, eine Bronzestatue des bei Magenta gefallenen Generals Clair, von Perraud, malerische alte Stadtthore und zählt (1881) 5074 (Gemeinde 6419) E., welche Weinbau, Papier⸗ und Sodafabrikation treiben. S. ist hauptsächlich bekannt durch seine Salinen. Die drei mitten in der Stadt befindlichen Salzquellen, puits genannt, welche das Salzwasser (muire) liefern, sind 1844 vom Staate an einen Herrn von Grimaldi verkauft worden. Die Hälfte der Wasser fließt durch eine 17 km lange Röhre nach der 1775 angelegten Saline von Are. Das Hauptreservoir von S., genannt du Tripot, ist fast ganz mit Steinplatten ausgelegt. In der kleinen Saline besteht seit 1855 ein Bade-Etablissement und seit 1859 eine Kaltwasserkuranstalt. S. war im 12. und 13. Jahrh. Hauptort einer Grafschaft, wurde 1674 durch die Franzosen genommen und 1825 durch Brand fast völlig zerstört.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 142Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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