FeedSpirale (lat.)
TierreichBrockhaus 1882

Spirale (lat.), Spirallinie oder Schneckenlinie nennt man eine krumme Linie, deren Punkte durch eine einfache Gleichung zwischen Anomalie und Vektor bestimmt sind, welche daher unendlich viele Umläufe um einen bestimmten festen Punkt macht. Die einfachste ist die Archimedische, welche Archimedes ersonnen und näher untersucht hat. Wenn ein Schenkel sich gleichförmig dreht, während auf ihm ein Punkt gleichförmig fortschreitet, so beschreibt der Punkt diese S., deren Vektor (s. Radius) der Anomalie proportional ist. Wenn der Vektor eine andere Funktion der Anomalie ist‚! so beschreibt der Punkt andere S., z. B. die S. Fermats, die logarithmische, hyperbolische oder l reciproke (umgekehrte Archimedische) und parabolische S. Zu den S. im weitern Sinne werden auch die Loxodromischen Linien (s. d.) gezählt, welche die Geraden eines Punktes der Ebene, oder die Kanten eines Cylinders, eines Kegels, einer Regelfläche, oder die Meridiane einer Rotationsfläche alle unter demselben Winkel schneiden. pirälfeder oder Schraubenfeder (frz. ressort spiral, ressort à boudin; engl. spiral-spring), eine spiral⸗ oder schraubenförmig gewundene Feder aus Stahl- oder Messingdraht, die sowohl dem Zusammendrücken und Ausziehen als dem Verdrehen einen federnden Widerstand entgegensetzt. (S. unter Federn, metallische.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 88Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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