FeedSpray (engl.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Spray (engl.), in der Chirurgie ein Zerstäubungsapparat, welcher dazu dient, antiseptische Flüssigkeiten so fein zu verteilen, daß man während einer Operation das ganze Operationsfeld unter antiseptischem Nebel zu halten im Stande ist. Der e einfachste Sprayapparat ist nach dem Prinzip des. Richardsonschen Zerstäubers konstruiert (s. Abbildung, Bd. IX, S. 602, Fig. 1); in größern Krankenö Duneed benutzt man Apparate, welche die Zerstäu1bung durch Dampfkraft besorgen. (S. Wunde.) D Sprechmechanismus oder Stimmmechaö nismus, in manchen Puppen eine Vorrichtung, „ mittels deren gewisse Worte oder Töne der Kinderstimme nachgeahmt werden. (S. u. Spielwaren.) ů Spree, der bedeutendste Zufluß der Havel in der Mark Brandenburg, entspringt in 499, m Seehöhe an dem 660 m hohen Kottmarberge über Spreedorf in der sächs. Oberlausitz, unweit Georgswalde und der böhm. Grenze, durchfließt zunächst die Oberlausitz, wobei sie Neusalza und Schirgiswalde berührt, teilt sich unterhalb Bautzen (211 m hoch) mehreremal, zuletzt in die Große S. im Osten und die Kleine S. im Westen. Jene tritt bei Lieske, diese bei Hermsdorf und Weißig auf das preuß. Gebiet, und 8. eide in den schles. Regierungsbezirk Liegnitz. Beide Arme vereinigen sich wieder bei dem Dorfe Spreewitz (108 m hoch), wo unterhalb desselben der Fluß in die Provinz Brandenburg übertritt. Die S. fließt nun gegen Norden uber Spremberg und Kottbus (72,36 m), sodann gegen Westnordwesten mit einem Labyrinth von Armen durch den Obern Spreewald (s. d.) bis Lübben (50 m), wo sich die Arme wieder vereinigen, hierauf wiederum vielarmig gegen Norden durch den Untern Spreewald und den Nauendorfer⸗ oder Prahmsee. Weiterhin läuft sie gegen Osten über Kossenblatt durch den 11 km langen und 3,7 km breiten Swinlug-, Schwieloch- oder Schwielungsee (42/½6 m hoch). Von da an geht sie abermals nordwärts über Beeskow, dann von Neubrück an nordwestlich über Fürstenwalde, durch den Müggelsee, über Köpnick, durch Berlin (Pegel-Nullpunkt am Ober⸗ und Unterbaum 33,4 und 31,83 m)/ von welchem ein Hauptteil, Kölln an der S., auf einer Insel des Flusses liegt. Endlich zieht sie bei Charlottenburg vorüber und mündet bei Spandau, 14,8 km unterhalb Berlin, links in die Havel. Die S. ist 365,47 Em lang, wovon 52 km auf das Königreich Sachsen kommen. Ihre schiffbare Länge beträgt 180,67 km, ihr Flußgebiet 9470 qkm. Für kleinere Fahrzeuge ist sie schon bei Spreewitz oberhalb Spremberg benutzbar; doch macht der Mangel an Schleusen bei der Menge von Mühlen die Fahrt sehr beschwerlich. Von Kottbus bis Werben (11,1 Km weit) hört die Möglichkeit der Fahrt ganz auf. Im Spreewalde werden die meisten Arme nur von Handkähnen befahren. Vom Fehrower Damm und von Werben an wird der Fluß schon von ansehnlichern Holzkähnen befahren. Die S. hat nur in ihrem kurzen Oberlaufe innerhalb des Lausitzer Gebirges ein schönes, zugleich industrielles Thal; auf preuß. Gebiete zeigt sie, wie die Havel, alle Eigentümlichkeiten eines Niederungsflusses. Sie erweitert sich mehrmals zu Seen, nimmt die Abflüsse vieler Seebecken auf und ist sehr fischreich, sowie durch bedeutenden Schiffahrtsverkehr belebt. „Auf der linken Seite nimmt sie auf bei Lübben die Berste und bei Köpnick die teilweise schiffbare Dahme oder Wendische Spree. Rechts empfängt sie das Löbauer Wasser in Sachsen, beim schles. Dorfe Spree die Schwarze Schöps mit der Weißen Schöps, die Malxe, das 8,96 Km'schiffbare Rüdersdorfer Kalkfließ mit der 3,77 km langen Löknitz, endlich die Panke, die innerhalb Berlin mündet. Durch den Friedrich-Wilhelms- oder Müllroser Kanal (22,6 Em lang), den der Große Kurfürst 1662—68 durch Kanalisierung der Schlaube herstellte, ist die S. mit der Oder verbunden. Andere Kanäle im .½½5 sind: der 10,6 km lange Landwehrgraben, der südlich Berlin umgeht, bei Charlottenburg mündet und aus Berlin den 2,17 km langen Luisenstädtischen Kanal aufnimmt; der 12 km lange Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal, der rechts die S. unterhalb Berlin verläßt und bei Saatwinkel in die Havel geht, und der Storkowkanal (23,35 km), der aus dem Scharmützelsee in die Dahme führt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 108Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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