FeedSprengel (Kurt)
HeilkundeBrockhaus 1882

Sprengel (Kurt), deutscher Patholog und Botaniker, eb. 3.Aug. 1766 zu Boldekow bei Anklam, studierte zu Halle anfangs Theologie, später aber Medizin. Im J. 1789 wurde er zum außerord., 1795 zum ord. Professor der Medizin ernannt. Auch übernahm er 1797 die Iu semer der Botanik. Er starb 15. März 1833. Zu seinen Hauptwerken gehören: Versuch einer pragmatischen Geschichte der Arzneikunde (5 Bde., Halle 1792—1803; 3. Aufl., 5. Bde., 1821—28; 4. Aufl., Bd. 1, von Rosenbaum, Lpz. 1846), „Handbuch der Pathologie »(3 Bde., Lpz. 1795—97; 4. Aufl. 1815), „Handbuch der Semiotiko (Halle w1801), Unstitutiones medicae v (6 Bde., Lpz. 1809—16: 2. Aufl., Amsterd. 1807—8), 4Geschichte der Botaniko —2 Bde., Lpz. 1817—18) und Neue Entdeckungen im ganzen Umfange der Pflanzenkunde » (3 Bde., Lpz. 1819 — 22). Eine Sammlung seiner 4Opuscula academicas nebst Lebensbeschreibung gab Rosenbaum (Lpz. 1844) heraus. Oheime S.s waren Christian Konrad S., geb. 1750, gest. 1816 als Rektor zu Spandau, der sich ebenfalls als Botaniker einen Namen erwarb, und Matthäus Christian Sprengel (s. d.) — Wilhelm S., einer der drei Söhne Kurt S.s, geb. in Halle 14. Jan. 1792, wohnte als Militärarzt dem Feldzuge gegen Frankreich 1813—15 bei, wurde 1818 Stabsarzt in Wittenberg, 1821 ord. Professor der Medizin zu Greifswald und starb daselbst 18. Nov. 1828. Er lieferte den zweiten Teil zu seines Vaters 4Geschichte der Chirurgies (2 Bde., Halle 1805—19) und den ersten Band eines Handbuch der Chirurgies (Halle 1828; 2. Aufl. 1833).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 109Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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