Sprengel (Karl), namhafter deutscher Landwirt, geb. 1787 zu Schillerslage bei Hannover, besuchte das Thaersche Institut zu Celle und zu Möglin und war seit 1808 als Skonom in Sachsen und Schlesien angestellt. Im J. 1817 bereiste er Deutschland, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz. Von 1821 bis 1824 studierte er in Göttingen Naturwissenschaften; habilitierte sich daselbst 1830 als Privatdocent der Skonomie und Chemie, folgte 1831 dem Rufe als Professor der Landwirtschaft an das Carolinum in Braunschweig und ging 1839 als Generalsekretär der Okonomischen Gesellschaft nach Pommern, wo er zu Regenwalde seinen Aufenthalt nahm und eine höhere landwirtschaftliche Lehranstalt, die er selbst leitete, eine Ackerwerkzeugfabrik und andere ähnliche Anstalten gründete. Er starb 19. April 1859. S. hat der Landwirtschaft in wissenschaftlicher und praktischer Hinsicht ungemein genützt; besonders haben durch ihn Bodenkunde und Düngerlehre bedeutende Erweiterung gefunden; auch wendete er zuerst die Lehren der Chemie auf den Ackerbau an. Seine vorzüglichsten Schriften sind: Chemie für Landwirte y (Braunschw. 1831-32), Die Lehre vom Bodenv (2. Aufl., Lpz. 1844), (Die Lehre vom Dünger v 2. Aufl., Lpz. 1845), «Die Lehre von den Urbarmachungeno (2. Aufl., Lpz. 1845), Erfahrungen Gebiete der allgemeinen und speziellen Pflanzenkulture (Bd. 1 u. 2., Lpz. 1847—50). Seit 1840 gab er die Allgemeine landwirtschaftliche Monatsschrift » (Köslin 1840 fg., Berl. 1844 fg.) heraus.