Stadthagen, Amtsstadt im Fürstentum Schaumburg-Lippe, Station der Linien Berlin-Hannover-Köln und S.⸗Osterholz der Preußischen Staatsbahnen, mit Ringmauer und Graben umgeben, ist Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1885) 4200 meist luth. E. und hat ein altes fürstl. Schloß, früher Residenz der Grafen von Schaumburg, seit 1875 renoviert und vom Erbprinzen bewohnt, ein Erbbegräbnis (Mausoleum) der fürstl. Familie, zwei aus dem 14. Jahrh. herrührende Kirchen, eine neue kath. Kirche, ein altes Rathaus, viele Fachwerkbauten, eine Dampfsägemühle und Kistenfabrik, mehrere Glashütten, eine Drahtstiftfabrik, Damastweberei, Ziegeleien, Getreidehandel, im Bückeberg Steinkohlengruben und Sandsteinbrüche. Beim Schloß liegt das 1734 gegründete Stahlbad. S. ist Geburtsort des Gesgraphen Büsching.