Stauung (seerechtlich), s. unter Ladung und Stauen. Stavanger, die Hauptstadt des gleichnamigen Amtes (9279 qkm mit (1880] 118000 E.) an der buchtenreichen Südwestkuste Norwegens, im Stifte Kristiansand und am Stavanger⸗(Bukne⸗) Fiord, Station der Privatbahn S.⸗Egersund, hat zwei vorzügliche von vorliegenden Inseln geschützte Häfen mit Schiffswerften. Ein anderer Hafen, Dusevig enannt, liegt 4 km nördlich von der Stadt enternt. Bei der Einfahrt in den Fjord ist auf der Landspitze Tungenäs ein Leuchtturm errichtet. Die Stadt, bereits im 11. Jahrh. gegründet, hat eine alte, aus der Begründungszeit der Stadt stammende andere 9e eine gelehrte und Realschule, mehrere andere Lehranstalten, Museum, Kunstverein, ein Hospital, eine Sparbank u. s. w. und zählt (1875) 20 275 E. (im J. 1801 nur 2466). Ihr außerordentliches Emporkommen verdankt sie der Schifffahrt und dem Handel mit den Produkten der Fischereien. Im J. 1883 besaß S. 37 Dampfschiffe von 10513 t und 324 Segelschiffe von 100 386 t und einer gesamten Besatzung von 4023 Mann. Die größern Schiffe sind mit Frachtfahrt beschäftigt, die kleinern besorgen den Handel der Stadt. Es liefen 1883 vom Auslande ein 341 Fahrzeuge von 67709 t, während 292 Fahrzeuge von 52489 t ausliefen. Hauptausfuhrartikel sind Heringe und andere Salzfische, lebendige, getrocknete und geräucherte Fische, Anchovis, Hummer und Thran.