Stenzel (Gust. Adolf Harald), Geschichtsforscher, Pi 21. März 1792 zu Zerbst, studierte zu Leipzig hilologie und Geschichte, wurde im Befreiungskriege Dez. 1813 an der ber i seines zum Sturm auf das Dorf Sehestedt bei Kiel geführten Bataillons schwer verwundet und habilitierte sich 1815 in Leipzig; 1817 begab er sich nach Berlin, wo er über Geschichte las und die «Ges chichte der deutschen Kriegsverfassunge (Berl. 1819), sowie das Handpbuch der anhalt. Geschichter (Dessau 1820; Anhang, Lpz. 1824) schrieb. Im J. 1820 wurde er außerord. Professor zu Breslau, 1821 Archivar des schles. Provinzialarchivs, 1827 ord. Professor. Sein erstes Hauptwerk war «Die Geschichte Deutschlands unter den fränk. Kaiserno (2 Bde., Lpz. 1827—28). Für die von Heeren und Ukert herausgegebene «Geschichte der europ. Staateno lieferte er dammiund gab er mit Tzschoppe die Urkundensammlung zur Geschichte des Ursprungs der Städte und der Einführung und Verbreitung deutscher Kolonisten und Rechte in Schlesien und der Oberlausitzz (Hamb. 1832) heraus, sowie den Grundriß und Litteratur zu Vorlesungen über deutsche Staats- und Rechtsgeschichtes (Bresl. 1832). Ferner besorgte er die Herausgabe der Seriptores rerum Silesiacarumo (2 Bde., Bresl. 1823 -40) und der Urkunden zur Geschichte des Bistums Breslau im Mittelalterb (Bresl. 1845). Sein zweites Hauptwerk, „Geschichte Schlesienso (Bd. 1, Bresl. 1853), ward durch seinen Tod (2. Jan. 1854) unterbrochen.