FeedStenzler (Adolf Friedr.)
ReligionBrockhaus 1882

Stenzler (Adolf Friedr.), ausgezeichneter Sanskritist, geb. 9. Juli 1807 zu Wolgast in Vorpommern, studierte 1826—29 zuerst Theologie, sodann orient. Sprachen zu Greifswald, Berlin und Bonn. Nachdem er 1829 zu Berlin mit der Schrift (Brahma-Vaivarta-Puràni Specimeno promoviert hatte, hörte er noch ein Jahr in Paris Vorlesungen und arbeitete dann weitere drei Jahre in London auf der Bibliothek der East India Company. Im J. 1833 wurde er Professor an der Universität Breslau, wo er außerdem von 1834 bis 1872 zuerst als Hilfsarbeiter, dann als Custos und zweiter Bibliothekar an der königl. und Universitätsbibliothek beschäftigt war. Seine Schriften sind: Raghuvansa, Kälidàsae Carmen, Sanskrite et Latines (Lond. 1832), Kumära Sambhava Kälidäàsae Carmen, Sanskrite et Latinev (Lond. 1838), Mricchakaticà, Südrakae regis fabula Sanskrites (Bonn 1847), „(Gäjnavalkyas Gesetzbuch' (Sanskrit und Deutsch, Berl. 1849), „Indische Hausregelno (Sanskrit und Deutsch, KAcVvalàyana und Paraskarav in den Abhandlungen für die Kunde des Morgenlandes; Bd. 3, 4 und 6, Lpz. 1864— 78), Meghaduta der Wolkenboter (Gedicht von Kalidasa mit Wörterbuch, Bresl. 1868; 5. Aufl. 1885).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 208Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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