Stirnhöhlen (sinus frontales) heißen die von der Nasenhöhle aus sich in das Stirnbein (zwischen den Augenbrauen) mehr oder weniger tie hinein fortsetzenden lufthaltigen Höhlungen, welche mit einer feinen Schleimhaut bekleidet sind. Sie liegen zwischen der äußern und innern Knochentafel des Stirnbeins und sind bald ausgedehnt, bald klein, daher sie die Anwendung phrenolog. Sätze auf diese Gegend sehr mißlich machen. In sie gelangen in seltenen Fällen fremde Körper, z. B. Schmwpftabal, lebende Tiere, oder es pflanzen sich benachbarte Krankheiten, wie besonders Nasenkatarrhe (Schnupfen) dahinein und verursachen eigentümlichen Stirnkopfschmerz in der Mitte des Vorderkopfes. Eine andere Art Stirnschmerz hat ihren Sitz in den obenerwähnten Stirnnerven, ist einseitig,‚ auf eine Stirnhälfte beschränkt (Migräne) und hat oft den periodischen Charakter der Neuralgien (s. d.).