Stoa hieß bei den Griechen jede Säulenhalle ((at. porticus), wie solche in fast allen griech. Städten, besonders an den Märkten, für Spazieränge, gesellige Unterhaltung, Gerichtsverhandungen und ähnliche Zwecke errichtet waren. Unter den zahlreichen derartigen Hallen Athens war die berühmteste die von Peisianax, dem Schwager des Kimon, errichtete, nach den Gemälden, mit welchen die Maler Polygnotos, Mikon und Panänos ihre Wände geschmückt hatten, gewöhnlich sog. Bunte Halle (Iιαι cτποα) an der Nordseite des Marktes, von welcher die LTehrvort⸗ des Philosophen Zeno, der darin seine Lehrvorträge zu halten pflegte, Stoiker, ihre Lehre die stoische oder der Stoizismus genannt wurden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 247Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei