Strack (Joh. Heinr.), ausgezeichneter Architekt, geb. 24. Juli 1806 (nach anderen 1805) zu Bückeburg, erhielt seine architektonische Bildung durch Schinkel, unter dessen unmittelbarer Leitung er mehrere Jahre arbeitete. Seine Studienreisen machte S. mit Stüler nach England, Frankreich und Rußland und in Begleitung des damaligen preuß. Kronprinzen Friedrich Wilhelm nach Italien und Sicilien. Seine gediegene Kenntnis der antiken Architektur legte er dar in der Schrift Güber das Theatergebäude der alten Griecheno (Potsd. 1843). Im Verein mit E. Meyerheim gab er ein Werk über die Architektonischen Denkmäler der Altmark Brandenburgo, mit Text von Kugler (Berl. 1834 fg.) heraus. Von seinen zahlreichen Entwürfen zu Kirchen, Palästen, Privatgebäuden u. s. w. sind besonders hervorzuheben die Pläne zur Nikolaikirche in Hamburg, die indes nicht zur Ausehoren kamen. Zu seinen ausgeführten Werken gehören die in got. Stil erbaute Petrikirche in Berlin, die Andregskirche ebendaselbst, die Raczinskysche Bildergalerie nebst den damit architektonisch verbundenen königl. Künstlerwerkstätten, ein Teil des Schlosses Babelsberg, der Umbau des kronprinzlichen Palastes in Berlin, die Villa Borsigs in Moabit samt Fabrikgebäuden, Treibhaus u. s. w./ ein Musterbild geschmackvoller Privatarchitektur. Im J. 1862 hielt er sich mehrere Monate in Athen auf und entdeckte die wohlerhaltenen Reste des Dionysostheaters am Südabhange der Akropolis. Im J. 1873 vollendete S. das Siegesmonument auf dem Königsplatze in Berlin (enthüllt 2. Sept. 1873). In den J. 1866 —76 erbaute er in Verbindung mit Erbkam auf Grundlage eines Stülerschen Entwurfs das im Stile eines korinth. Pseudo-Peripteros ausgeführte Gebäude der Nationalgalerie in Berlin mit der es umgebenden Säulenhalle. S. war Geh. Oberhofbaurat, sowie Mitglied des Senats der Akademie der Künste und der technischen Oberbaudeputation, der höchsten Baubehörde in Berlin. Er starb 14. Juni 1880 in Berlin. Vgl. Woltmann, «Die Baugeschichte Berlins bis auf die tradella, Stadt in der ital. Provinz Pavia, Bezirk Voghera, links an der Aversa, einem rechtsseitigen Zuflusse des Po, am Fuße der nördlichsten Ausläufer der Apenninen, welche hier dem Po am nächsten rücken, Station der Eisenbahn Parma-Turin, zählt (1881) 6559 (als Gemeinde 8630) C. und hat Wein- und Obstbau, Seidenraupenzucht, Seidenweberei, Baumwoll- und Tuchmanufakturen und Gerbereien.