Strubberg (Otto Jul. Wilh. Max von), preuß. General der Infanterie, Generalinspekteur des Lübbecke in Westfalen 16. Sept. 1821, wurde im Kadettenkorps erzogen und trat 8. Aug. 1839 als Offizier in das 30. Infanterieregiment, besuchte 1843—46 die Allgemeine Kriegsschule und war 1846—49 Erzieher am Kadettenhause zu Berlin. S. nahm 1849 am Feldzuge in der Pfalz und in Baden teil, focht bei Waghäusel, Bruchsal, Durlach, wo er verwundet wurde, bei Bischweier und Kuppenheim, wurde darauf bis zum J. 1851 zur topogr. Abteilung des Generalstabes kommandiert, war während der Mobilmachung 1850—51 Generalstabsoffizier bei der 29., später bei der 15. Infanteriedivision und wurde April 1852 auf zwei Jahre nach Paris kommandiert. Im Juni 1852 wurde er Premierlieutenant; im Mai 1854 kam er als Hauptmann in den Großen Generalstab, war 1855 daneben Lehrer an der vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule, dann zwei Monate im Generalstabe des 8. Armeekorps zu Koblenz und vom Juli 1855 ab Generalstabsoffizier bei dem Militärgouvernement am Rhein und in Westfalen. Zu Neujahr 1858 wurde S. geadelt und in das 25. Infanterieregiment versetzt, wo er im März Major wurde. Im folgenden Monat erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur des 8. kombinierten Reservebataillons; im Juni 1859 kam er als Adjutant in die unmittelbare Umgebung des Prinz Regenten, wurde im Jan. 1861 Flügeladjutant des Königs Wilhelm und im Oktober Oberstlieutenant. Daneben war S. 1862—65 Lehrer an der Kriegsakademie, und 1864 im Feldzuge gegen Dänemark bei der Belagerung und Ersturmung der Düppeler Schanzen. Im April 1864 wurde S. Kommandeur des 4. Gardegrenadierregiments und zwei: Monate darauf Oberst. Er führte sein Regiment 1866 im böhm. Feldzuge bei Soor und Königsgrätz, wurde März 1868 Generalmajor und Kommandeur der 30. Infanteriebrigade zu Koblenz und führte diese Brigade mit Auszeichnung während des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870 und 1871 in den Kämpfen bei Gravelotte, vor Metz, bei Amiens, an der Hallue, bei Sapignies, Bapaume und St.⸗Quentin. S. leitete vom Sept. 1871 ab die Organisation der Landwehrbehörden in Elsaß-Lothringen, übernahm im Jan. 1873 die Vertretung des Kommandeurs der mobilen 19. Division zu Nancy, wurde im März Generallieutenant und im September Kommandeur der 19. Division zu Hannover. Im J. 1880 wurde S. Generalinspekteur des preuß. Militärerziehungs⸗ und ⸗Bildungswesens und im März 1883 General der Infanterie.