FeedSüdpreußen
ErdkundeBrockhaus 1882

Südpreußen, eine ehemalige Provinz des Königreichs Preußen, umfaßte ursprünglich den Teil von Großpolen, welcher bei der zweiten 1 nach Polens 1793 an Preußen fiel, nämlich die na Bildung des Netzedistrikts (f. d.) den Polen gebliebenen Reste der Wojwodschaften Posen, Gnesen und Leneepe, Bu. die Wojwodschaften Kalisch, Sieradz, 35 Tam Brzesc und Plock, Teile von Rawa und das Land Wielun, zusammen 55887 qkm. Durch die dritte Teilung Polens 1795 erhielt Preußen den auf der linken Seite der Weichsel liegenden Teil des Herzogtums Masowien mit Warschau und einem kleinen Teile auf der rechten Seite der Weichsel, ferner einen Teil von Podlachien, von Litauen auf dem linken Ufer der Memel Trock und Samogitien, dann die Wojwodschaft Krakau und das Herzogtum Severien. Von diesen Landschaften wurden die zwischen der Weichsel, dem Bug, der Memel und Ost⸗ und Westpreußen belegenen als Neuostreußen mit den Departements Plock und Bialysiock (45070 qkm) abgezweigt, das Herzogtum Severien und ein kleiner Teil der Wojwodschaft Krakau als Neuschlesien (2254 gkm) mit Schlesien verbunden, alles übrige aber mit S. vereinigt. S. umfaßte demnach fast alle südlich von der Netze gelegenen Teile der jetzigen Provinz Posen und den zwischen der Weichsel und Pilica gelegenen Teil vom jetzigen Russisch-Polen, enthielt 52750 qm mit 1½ Mill. E., und war in die Kammerdepartements Posen, Kalisch und Warschau geteilt. S. wurde 1807 Hlein Herzogtum Warschau geschlagen und nur ein kleiner Teil davon, die jetzige Provinz Posen, kam 1815 an Preußen zurück. Vgl. Holsche, Geographie und Statistik von West⸗, Süd⸗ und Reugstpreußen »(3 Bde., Berl. 1804).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 352Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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