Sudsalz oder Solsalz, das in den Salinen durch Gradierung und Einsteden gewonnene Koch⸗ ** Gegensatz zu dem (gegrabenen) Steinsalz. üdsee, Australocean, Stilles Meer (span. Mar pacifico, engl. Paeifie Ocean) oder Großer Oeean heißt die große Wasserfläche, welche, 133 in der Breite und 180 in der Länge, zwischen den Westküsten des ganzen Amerika und den Ostküsten Asiens und Australiens sich ausbreitet. Es ist das größte aller Weltmeere, welches an Umfang das gesamte Festland übertrifft und fast den dritten Teil der Erdoberfläche bedeckt. Im Westen grenzt es an das Indische Meer, im Norden mittels der Beringsstraße an das nördl. Eismeer, tritt im Osten um das Kap Hoorn herum mit dem Atlantischen Ocean, im Süden seiner ganzen Länge nach mit dem südl. Eismeere zusammen und umfaßt in dieser ungeheuern Ausdehnung die sämtlichen Inseln Australiens, die wenigen und im ganzen kleinen Taseln der Westseite Amerikas sowie die bedeutenden ost⸗ und südasiat. Inseln. Die moderne Geographie trennt von dem Hauptkörper der S. als Randmeere ab: das Beringsmeer im N. von der Inselreihe der Aleuten; das chotskische Meer westlich von den Kurilen; das Japanische Meer westlich der Japanischen Inseln; das Insern: (chines.Ostsee) westlich von den Liu-kiu-Inseln; dagegen das inselerfüllte Gebiet zwischen Australien und Südostasien einerseits, den großen Sunda-Inseln und den Philippinen andererseits rechnet man als Australasiatisches oder Indonesisches Mittelmeer zu den großen Mittelmeeren der Erde. Kleinere Nebenmeere sind noch: das californische östl. der Halbinsel Niedercalifornien und die Baßstraße oder das Tasmanische Randmeer, nördl. von Tasmanien. Ohne alle diese Nebenmeere hat die Sü dsee ein Areal von 161 Mill. Quadratkilometer und eine mittlere Tiefe von circa 3900 m. Wie in allen Oceanen, so sind auch in der S. die größten Tiefen nicht in der Mitte, sondern nahe den Festlandküsten gefunden; 150 km westl. von Callao an der peruanischen Küste 6250 m, 200 km östl. der Kurileninsel Urup die Tuscaroratiefe mit 8515 m, die größte bisher bekannt gewordene Meerestiefe überhaupt. Nordöstlich einer quer durch die S. gezogenen Linie von der Yedobai Japans nach dem Kap Hoorn befinden sich nur wenige Inseln (größte und dieser 4 die Sandwichinseln), dagegen im SW. dieser Achse zählt ihre Zahl nach Tausenden, wenn sie auch an Größe meist sehr unbedeutend sind; sie zerfallen nach ihrerEntstehung in ahohev, vulkanische, und aniedrige, Koralleninseln, während die näher Australien gelegenen größern Inseln Meuguinea, Neuseeland etc.) in ferner geolog. Zeit Teile eines größern austral. Kontinents waren. Über V½½½ der s. Oeeanien. (Hierzu eine Karte: Südsee.) Nach ihren Windgebieten zerfällt die S. in vier symmetrische Zonen: die der Westwinde nördlich von 30 nördl. Br., und südlich von 30 südl. Br., namentlich die letztern sehr stürmisch; ferner die Zone des Nordostpassats zwischen Aquator und 30% nördl. Br., und die Zone des Südostpassats südlich vom Aquator bis 30 südl. Br., die westl. Hälfte dieser beiden Passatzonen ist die Ursprungsstätte wütender Orkane (so auch der Teifune). Eine regelmäßige Kalmenzone zwischen den beiden Passaten ist nicht in der ganzen Breite der S. am Aquator entwickelt; da egen greift das austral. Monsungebiet in das inselreiche Meer nördl. vom Wendekreis des Steinbocks bis 180 östl. L. (von Greenwich) hinüber. Von den Winden abhängig sind auch die Meeresströmungen: im nordpacifischen Gebiet ein Stromring in sich zurücklaufend: als nördl. Aquatorialströmung etwa zwischen dem 5* bis 20° nördl. Br. nach Westen bis zu den mischen Inse dann nach N. umbi Ect bei den Japani chen Insein vorüber als Kuro-SchiwolSchwarzer Strom) sich mehr und mehr nordöstlich und östlich wendend und von den Westwinden an die Küste Californiens getrieben, von dort südlich und südwestlich umbiegend bei den Sandwichinseln den Aquatorialstrom speisend. Nördlich vom Aquator ist . eine östl. Aquatorialgegenströmung zu finden. Südlich von diesem erzeugt der Südost passat eine südl. Aquatorialströmung, die, durch das austral. Festland nach der S. umgelenkt, in die von den Westwinden der höhern Breiten erzeugte Trift übergeht und an der amerik. Küste als kalter Peru- oder Humboldtstrom nördlich geht. Ehemals ihrer ungeheuern Größe wegen von der Schiffahrt gefürchtet, verlor die S. seit Cooks und seiner Nachfolger Entdeckungen ihre Schrecken; seit 1867 sind regelmäßige Dampferlinien quer hinüber eingerichtet zur Verbindung von San-Francisco mit Jokuhama (Japan) einerseits, den Sandwichinseln, Neuseeland und Australien (Sydney) andererseits. Die S. erhielt ihren Namen von den span. Eroberern der Landenge von Panama, welche sie von dort aus zuerst gen Süden erblickten (1513); im Gegensatz dazu hieß dann der Atlantische Ocean das Mar del Nort; den Namen des Stillen Oceans (Mar Pacifico) hat die S. von Magellan 1521 erhalten, nach dessen 100tägiger, von keinem Sturm tean 1 Fahrt quer von SO. nach NW.; Großer cean nannte sie der franz. Geograph Buäache (756). Vgl. C. Meinicke, «Die Inseln des Stillen Oceanso (2 Bde., Lpz. 1875), und die engl. Segelhandbücher (von Findlay, Rosser u. a.).