Taraxacum J.), jene unter den Namen Maiblume, Hundeblume, Löwenzahn, Pfaffenröhrlein, Ringelstock und vielen andern Namen bekannte Pflanze, welche im April zu bluhen anfängt und besonders im Mai Wiesen, Baumgärten, Grasplätze, auch Acker mit ihren großen, goldgelben Blüten ziert. Die Pflanze hat einen walzig-spindelförmigen, dicken, milchenden Wurzelstock, welcher samt dem Kraute als Radix Taraxaci cum Herba offizinell ist und einen Büschel schrotsägeförmiger Blätter, sowie nackte, hohle, rötliche Blütenschäfte treibt, die ein Blütenkörbchen tragen. Die Blätter werden als nicht unwillkommenes Futter im ersten Frühjahr ganz jung und zart auch als Gemüse und Salat benutzt, zu letzterm verwendet man auch hier und da die zarten Blütenröhren. Aus der Wurzel wird das Extractum Taraxaci bereitet, welches zur Anregung der Verdauung und der Blutbildung und als gelind abführendes Mittel häufig Anwendung findet. Auf Ackern und besonders auf Grasplätzen ist der Löwenzahn ein lästiges, sich vermittelst seiner fallschirmartigen Flugsamen auf die weitesten Entfernungen hin verbreitendes, schwer ausrottbares Unkraut. Tarazona, Stadt (Ciudad) und Bezirkshauptort in der span. Provinz Saragossa, nahe der Grenze Navarras, links am rechtsseitigen Ebrozufluß Queiles, in rebenbedecktem Hügelgelände, seit der Gotenzeit Sitz eines Bischofs, zählt (1877 8270 E. und hat Tuchweberei, sowie Handel mit Wolle, Ol und Wein. — T., das Turiasso der Vasconen, gehörte in röm. Kaiserzeit zur Provinz Hispania Jarraconensis, unter den Mauren zur Landschaft Arlith, wurde 1120 durch die Aragonier den Beni Hud (seit 1028) entrissen und hieß mittellat. Tirassona oder Nrazona.