Taucherkolben, Mönchskolben oder Plunger, s. unter Kolben und unter Pumpen. Taucherschiff. Seit Ende des 17. Jahrh. hat die Technik sich bemüht, Schiffe zu konstruieren, welche bestimmt waren, beliebig zu tauchen und unter Wasser feindliche Schiffe anzugreifen, sei es, um an deren Boden Sprengkörper zu befestigen oder mit Geschossen darauf zu wirken. Zu verschiedenen Perioden rühmten sich auch Erfinder, diese Aufgabe gelöst zu haben, aber bei nähern Versuchen zeigte sich stets, daß die Erfindung nach der einen oder andern Seite mangelhaft und zu Kriegszwecken unbrauchbar war. Der Hauptpunkt, an dem man dabei scheiterte, war die Fortbewegung unter Wasser, da Dampf nicht anwendbar ist, und bis jetzt ist es auch noch nicht gelungen, dafür eine andere genügende Kraft zu substituieren. Eine zweite große Schwierigkeit, die noch nicht überwunden werden konnte, ist, die T. unter Wasser im Gleichgewicht zu halten und sie sicher zu steuern. Endlich tritt noch der Umstand hinzu, daß der Gesichtskreis unter Wasser ein außerordentlich beschränkter ist und das T. gegen den über Wasser operierenden Feind nur wie ein Blinder gegen einen Sehenden operieren kann. Im J. 1848 erfand der Ingenieur Bauer (s. d.) ein solches Fahrzeug, mit dem er im Hafen von Kiel tauchte. Er kam jedoch nur durch einen glücklichen Zufall mit dem Leben davon, während das Boot selbst auf dem Grund liegen blieb. In neuerer Zeit hat man wieder vielfach derartige Versuche gemacht und sowohl flüssige Kohlensäure wie zusammengepreßte Luft als treibende Kraft angewandt, jedoch ohne sichern Erfolg. Das einzige T., welches nach einer Richtung seine Zwecke erfüllt, ist der Torpedo von Whitehead, jedoch kann er nur in einer geraden Linie unter Wasser gehen und keine Menschen tragen.