Tautölogie (arch.) heißt in der sprachlichen Darstellung die Bezeichnung einer Vorstellung durch mehrere gleichbedeutende Ausdrücke. Die T. unterscheidet sich vom Pleonasmus (s. d.), indem hier mehr, als zur Deutlichkeit unbedingt erforderlich ist, in der T. aber gerade dasselbe noch einmal, wenn auch mit andern Worten, gesagt wird. Man unterscheidet eine grammatische T., wie «Pestseucher oder Schiffsflottes, und eine rhetorische, die in nutzloser Häufung sinnverwandter Worte besteht, wie in dem Satze: „Ich bin sehr froh und erfreut ber die Worte und Ausdrücke, womit man mich geehrt und ausgezeichnet haty Tautazismus nennt man die übelklingende Häufung von gleichen Anfangslauten in nahestehenden Silben und Wörtern. Tanwerk heißen im Seewesen alle Seile, sie mögen stark oder schwach, von Hanf, Manilagras oder Draht gefertigt sein. Die dünnern nennt man Bändsel oder Leinengut, die mittlern Trosse, die stärkern Jageleinen, Pferdeleinen oder Kabeltaue. Eine genaue Stärkebegrenzung für die letztern drei Arten gibt es nicht. Bei einem großen Schiffe heißt z. B. ein Tau von 50 em Umfang Kabeltau, bei einem kleinen schon von 25 em. In der Neuzeit verschwinden die Kabeltaue fast gänzlich von den Schiffen. Dieselben dienten früher als Ankertaue, sind aber überall durch Ankerketten verdrängt. Seiner Bestimmung nach zerfällt das T. eines Schiffs in stehendes und laufendes Gut. Ersteres dient zur Befestigung der Masten, Raaen u. s. w. und bleibt überhaupt ausgespannt auf seinem Platze; letzteres dient zur Handhabung der Segel und Raaen, läuft durch Blöcke (über Rollen) und ist deshalb beweglich. In frühern Zeiten wurde das T. allgemein aus geteertem Hanf hergestellt. Gegenwärtig fertigt man jedoch das meist stehende und auch verschiedenes laufende Gut aus Eisendraht, der verzinkt wird. Dasselbe ist leichter, haltbarer und billiger als Hanftauwerk, und seine schwächern Dimensionen haben weniger Windfang. Als laufendes Gut ist das von Eisendraht gefertigte nicht überall verwendbar, und man benutzt deshalb hierzu Hanf oder ungeteertes Manilagras, das auf dem Wasser schwimmt und vielfach zu solchen Tauen gebraucht wird, mit denen man Schiffe im Hafen von einem Platze zum andern holt.