FeedTeilbarkeit
NaturlehreBrockhaus 1882

Teilbarkeit nennt man die allgemeine Eigenschaft der Körper, sich in Teile zerlegen zu lassen. Man unterscheidet eine mathematische, physische und chemische T. der Körper. Die mathematische ist die T. der Körper ins Unendliche, die wir mit jedem Körper im Gedanken vornehmen können, insofern der Raum, den er einnimmt, sich mathematisch ohne Grenze in immer kleinere Teile zerlegen läßt. Die physische ist die in der Wirklichkeit gestattete, durch mechan. Kräfte mögliche T. der Körper, von der es noch fraglich ist, ob sie ins Unendliche gehe oder nicht. Die unendliche T. auch im physischen Sinne ist die Ansicht der sog. Dynamisten. Die beschränkte T. vertreten die Atomistiker, indem diese annehmen, daß die ph sische T. der Körper zuletzt auf solche kleine Teilchen (Moleküle) führe, die zwar nicht bloße Raumpunkte sind, sondern noch gegebene und sogar miteinander vergleichbare Massen haben, zu deren fernerer Teilung aber keine mechan. Kräfte Aulnew sind, sodaß alle physik. Prozesse zwischen ihnen wie zwischen unteilbaren Ganzen vor sich gehen. Die physische T. geht oft sehr weit, besonders bei Farb⸗ und Riechstoffen (z. B. Karmin, Moschus). Die chemische T., Zerleg⸗ oder Zersetzbarkeit erstreckt sich auf die Zerlegung der Moleküle in die kleinsten, als unteilbar angenommenen Teilchen (Atome) mittels der Affi⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 523Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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