FeedTeller (Wilh. Abrah.)
ReligionBrockhaus 1882

Teller (Wilh. Abrah.), verdienstvoller Theolog, geb. 9. Jan. 1734 zu Leipzig, wo sein Vater, Romanus T. (geb. 1703, gest. 1750), als Professor der Theologie und Prediger in Ansehen stand, studierte daselbst und erhielt hier 1755 eine Stelle als Katechet an der Peterskirche. Im J. 1761 folgte er dem Rufe als Generalsuperintendent, Professor der Theologie und Hauptpastor nach Helmstedt, als er sich aber wegen seiner freiern Ansichten vielfa angefeindet und verketzert sah, 1767 dem Rufe nach Berlin als Oberkonsistorialrat, Propst zu Kölln und erster Pastor an der Petrikirche. Hier wirkte er in voller Thätigkeit, bis er infolge des 1788 erlassenen Religionsedikts wieder manche harte Bedrückung erfahren mußte. Seit 1786 Mitglied der Akademie, las er hier 1802 seine Denkschrift auf den Minister von Wöllner vor. Er starb 9. Dez. 1804. Unter seinen Schriften, in denen Gelehrsamkeit und Unbefangenheit des Geistes sich kundgibt, sind hervorzuheben: „Lehrbuch des christl. Glaubens » (Helmstedt u. Halle 1764), «Wörterbuch des Neuen Testamentsv (Berl. 1772; 6. Aufl. 1805), Die Religion der Vollkommenern v (Berl. 1792), Anleitung zur Religion überhaupt und zum Allgemeinen des Christentums besonders v (Berl. 1792). Reich an praktischen Winken ist das von ihm herausgegebene Neue Magazin für Prediger » (10 Bde., 1792—1801).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 545Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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