Thalgehange verlaufen selten in gerader Linie. Sie bieten in der Regel einen Wechsel von aus⸗ und einspringenden Winkeln, welche miteinander ukorrespondieren⸗, sodaß dem Thalvorsprung ein Thalwinkel gegenüber liegt. Weit vorspringende Felskanten heißen Thalsporen. Auch die Neigung der Sohle ist nicht immer eine stetige. Wo dieselbe plötzlich auf kurzer Strecke bedeutend zunimmt, da entsteht eine Thalstufe oder ein Thalabstur gewöhnlich durch einen Wasserfall bezeichnet. W0 Thalweitungen und Thalengen wechseln, da findet sich häufig ein solches etagenmäßiges lübereinanderliegen der erstern, daß das Wasser in den Engen eine Stufe herabfallen muß, wie z. B. im T. von Gastein. Wo ein flacher oder auch ein hoher, mächtiger Felsenwall von einer Thalwand zur andern hinübersetzt, da liegt gewöhnlich die Thalsohle nach oben hin niedriger als nach dem Thalende hin. Solche «Thalriegels oder Thaldämme veranlassen in der Regel oberhalb einen See, indem sie das Wasser aufstauen, bis sie von demselben in einer spaltenartigen Offnung durchbrochen werden. Solche Spalten sind z. B. die sog. „Ofen» der Salzach in einem mächtigen Kalksteinriegel oberhalb Golling. Von dem Thale unterscheidet sich die Schlucht oder