FeedTharand
ErdkundeBrockhaus 1882

Tharand, Stadt im Königreich Sachsen, Kreis- und Amtshauptmannschaft Dresden, 14 Em südwestlich von Dresden, an der Sächsischen Staatsbahn Dresden-Chemnitz. Der Weg von Dresden führt durch den Plauenschen Grund (s. d.) und das von bewaldeten Bergen eingeschlossene tiefe Thal der Wilden Weißeritz, in diesem und in einem Seigarten, welcher wegen seiner reizenden Lage zugleich als öffentliche Promenade dient. Hier steht das Denkmal Cottas (Büste von Rietschel). Sein Grab einem von 80 Eichen beschatteten Platze. Berühmt ist die mitten im Orte auf einem Bergrücken, welcher auch die Kirche trägt, gelegene Ruine des alten Schlosses T., welches ursprünglich eine Ritterburg, später Witwensitz der Stammmutter des sächs. Regentenhauses, der Herzogin Sidonie von Sachsen, zuletzt Staatsgefängnis war. Vgl. Fritzsche, T., ein Führer durch seine meltmrehig (Dresd. 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 598Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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