Theresienstadt oder Theresiopel, auch Maria⸗⸗Theresiopel (ungar. Szent-Maria-Szabadka), königl. Freistadt im ungar. Komitat Bäcs-Bodrog, in der großen Ebene zwischen Donau und Theiß, unweit des an roher Soda reichen Palitschersees, Station der Linien Budapest-Semlin und Szeged-Essek der Ungarischen Staatsbahnen. Die Stadt zählt (1880) 61367 E., darunter viele Raizen, ist weitläufig gebaut und hat mehrere ansehnliche Gebäude, wie die Hauptkirche St. Theresia, die Franziskanerkirche, die schöne griech. Kirche, das kath. Gymnasium, das Stadthaus und die große Kaserne. Außer Gerberei und Stiefelmanufaktur, Leinweberei und Färberei treibt die Bevölkerung besonders Landwirtschaft, namentlich Tabaksbau, Obstbau und Viehzucht, sowie starken Handel mit Pferden, Bornieh, Schafen, rohen Häuten und Wolle.