Thesmophorien, ein altes, hochheiliges Fest, welches in verschiedenen Gegenden Griechenlands, besonders auch in Athen, von den Frauen, unter strengem Ausschluß der Männer, zu Ehren der Demeter Thesmophoros (ader Gesetzgebendeno) als der Begründerin gewisser Satzungen, der Grundlagen eines geordneten Lebens, insbesondere auch des Ackerbaues und des ehelichen Lebens gefeiert wurde. In Athen wurde die Feier eingeleitet durch eine Prozession Demeter in Halimus, einer Ortschaft südöstlich von der Stadt, am 9. des Monats Pyanepsion (gegen Ausgang tische Fest 13. des Monats, von denen der erste für die Rückkehr der Frauen nach Athen bestimmt war, der zweite unter strengem Fasten zugebracht, der dritte, der Tag der schönen Geburten (Kalligeneia), mit chmäusen und Lustbarkeiten aller Art gefeiert wurde. Die Ausgelassenheit, der sich die Weiber nicht selten bei diesem Feste ergaben, ist von Aristophanes in (die das Thesmophorienfest feiernden Weiber) in karikierter Mommsen, «Heortologie. Antiquarische Untersuchungen (Lpz. 1864)