Todt (Karl Gottlob), bekannt durch sein ständisches Wirken in Sachsen, geb. 20. Okt. 1803 im „Städtchen Auerbach, Sohn eines Musselinwebers, studierte seit 1824 zu Leipzig die Rechte und wurde 1832 Bürgermeister in Adorf, wo er nebenbei das „Adorfer Wochenblatte im liberalen Sinne redigierte. Er wurde 1837 in die sächs. Zweite Kammer gewählt, wo er längere Zeit als einer der Führer der Opposition und als thätiges Mitglied des Gesetzgebungsausschusses galt. Als sich nach der Februarrevolution von 1848 der deutsche Bundestag mit sog. Vertrauensmännern zu verstärken suchte, sendete ihn das Märzministerium in dieser Eigenschaft nach Frankfurt. Zum Geh. Regierungsrat ernannt, blieb er auch unter dem folgenden Ministerium in einflußreicher Stellung. Bei Beginn des Maiaufstandes in Dresden wurde T., zugleich mit Heubner und Tzschirner, durch eine 4. Mai 1849 abgehaltene Versammlung von radikalen Mitgliedern der aufgelösten Kammern zum Mitgliede der provisorischen Regierung ernannt. Doch verließ T. schon 6. Mai Dresden, slüchtete in die Schweiz und ließ sich in Zürich nieder, wo er sich litterarisch, namentlich mit dem schweiz. Strafrecht und Gemeindewesen, beschäftigte. Er starb in Rießbach bei Zürich 10. März 1852.